Auch fürs Auge


Nasen, auf nach Korsika

 


Die Nase in die Luft, die Augen offen: So lässt sich Korsika mit allen Sinnen erfahren.Dass die nicht zu kurz kommen, dafür sorgt die Naturvielfalt der Insel. Rosmarin, Thymian, Lavendel und Fenchel duften von den Küstenstreifen herüber. Und an den Berghängen bieten sich dunkle Laricio-Kiefern und Esskastanien zum Schnuppern an. Wer sich von der Ferne nähert, dem gehen die Augen über. Dafür sorgen die Berge, die über 2700 Meter in den Himmel ragen.


Das Wandern ist des Korsen Lust


Festes Schuhwerk, Kondition und Orientierungssinn erwünscht: Wer Korsika hautnah erleben möchte, erschließt die Naturlandschaft am besten zu Fuß. Ganz Hartgesottene erklimmen im Norden die Berge. Die anstrengende Tour findet ihren Höhepunkt im Monte Stello in 1 307 Metern Höhe. Doch es lohnt sich: Von hier aus blicken die Wanderer in drei Himmelsrichtungen aufs Meer. Oder lieber gleich die bequemere Variante wählen? Ganz ohne großes Gekletter sind die abgeschiedenen Buchten der Küstenregion zu erreichen.


Ne ruhige Kugel schieben


Eine ruhige Boule-Kugel schieben, danach ein Glas Rotwein in einem Straßencafé nippen. Wenn französisches Lebensgefühl auf korsische Sitten trifft, geht es mediterran-lebendig zu. Ein Streifzug durch die ländlich-feine Küche Korsikas sollte allerdings nicht zu spät angegangen werden. In vielen Restaurants wird warmes Essen nur bis 21 Uhr angeboten. Aber auch Selbstversorger müssen nicht darben: Würste und Schinken, die Einheimische aus den halbverwilderten Schweinen oder aus Eseln herstellen, gehören zu den Delikatessen der Insel. Auch würziger Honig und Schafs- oder Ziegenquark namens Brocciu zählen dazu.

 


Schwindelerregend: Bonifacio


Der Blick hinunter ist schwindelerregend. Sechzig Meter tief fallen die Kreidefelsen ins Meer ab. Die Wellen nagen an dem weichen Gestein, so dass immer wieder große Brocken hinabstürzen. Die Häuser Bonifacios aber klammern sich oben fest an den Fels. Bonifacio im Süden Korsikas ist spektakulär gelegen. Einen flachen Gegenpol bildet da die Hafenstadt Ajaccio im Südwesten. Die Heimatstadt Napoleons pflegt ihre Boulevards und Plätze, als ob sie an Paris aufschließen wollte. Immer unter dem Blick des berühmten Feldherrn, der als Standbild oder Nippesfigur das Stadtbild prägt. ...Fortsetzung

 

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